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Der Altglasmarkt

Altglas ist zwar ein wertvoller Rohstoff, trotzdem lassen sich kaum hohe Erlöse erzielen damit. Um auf dem internationalen Glasmarkt die Absatzchancen zu erhalten, ist die farbgetrennte Sammlung ein Muss.
 
Rund 25 Prozent der neuen Glasverpackungen werden in der Schweiz – im Glaswerk der Vetropack in Saint-Prex – hergestellt. Etwa gleich viele Gebinde werden leer importiert. Der grösste Teil der Flaschen, die schliesslich in den Glascontainern landen, werden gefüllt in die Schweiz eingeführt. Nicht erstaunlich ist es deshalb, dass über die Hälfte des Altglases zur Verwertung exportiert werden muss.
 
Farbtrennung zentral
Ein Export von Glasscherben macht nur Sinn, wenn diese zur Flaschenproduktion genutzt werden. Für diesen Verwertungsweg kommen vorzugsweise farbgetrennte Scherben infrage. Besonders gefragt auf dem Altglasmarkt sind braune oder weisse Scherben. Weil das Schweizer Altglas grundsätzlich eine gute Qualität aufweist und grösstenteils nach Farben getrennt gesammelt wird, wird es in grenznahen Glaswerken im Ausland gut nachgefragt. Gemischt gesammeltes Altglas findet in französischen und italienischen Glaswerken Absatz. Ein bedeutender Teil kann in der Schweiz alternativ verwertet werden, z.B. zu Schaumglasschotter.
 
Wertvoll, aber günstig
Mit Altglas lassen sich jedoch keine hohen Materialerlöse erzielen. Denn Quarzsand und Soda, die Inhaltsstoffe für die Glasherstellung, sind auf der ganzen Welt vorhanden, kaum je knapp und kostengünstig zu gewinnen. Ihre Preise sind also mehr oder weniger stabil und haben sich in der letzten Zeit zunehmend dem Altglaspreis angeglichen. Für die Glaswerke lohnt sich der Einsatz von Altglas, weil sie dadurch im Produktionsprozess rund 25 Prozent Energie einsparen. Auch in Jahren mit hoher Nachfrage bezahlten die Glaswerke für aufbereitetes Altglas kaum über 20 bis 40 Franken pro Tonne. Für PET und Aluminium lassen sich hingegen deutlich höhere Erlöse erzielen, denn hier unterliegen die primären Rohstoffe stärkeren Preisschwankungen und sie werden zunehmend knapper, was die Preise in die Höhe treibt.
 
Transportkosten entscheidend
Die Gemeinden und Zweckverbände erzielen in der Regel kaum Erlöse aus dem Altglas. Denn bis das Glas vom Container in der Glashütte oder anderen Verwertungsstätten ankommt, muss es transportiert und aufbereitet werden. Weil Glas sehr schwer ist, sind die Transportkosten entsprechend hoch. Hinzu kommt, dass die Aufbereitungskosten durch die zunehmende Verschmutzung des Altglases mit Fremdstoffen gestiegen sind. Die Aufwendungen für Transport und Aufbereitung sind deshalb entscheidend bei der Kalkulation der Konditionen in den Abnahmeverträgen mit Gemeinden und Zweckverbänden. Weil Gemeinden und Zweckverbände an der Verwertung des gesammelten Altglases nichts mehr verdienen bzw. für die Übernahme teilweise sogar noch draufzahlen müssen, sind die Entschädigungen aus der VEG umso wichtiger.
 
 
 
 
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